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2024 selbst Live

Cloud-Exit-Stack — der eigene Foto-, Drive- und Mail-Server

Gelebter Ausstieg aus US-Cloud-Diensten: Immich statt Google Photos, Nextcloud statt Dropbox, Matrix statt WhatsApp, eigener Postfix-Mailserver statt Gmail. Selbst täglich im Einsatz.

Jahr
2024
Dauer
Produktiv im Einsatz seit 2024
Rolle
Konzeption, Setup, Betrieb (Solo, KI-augmented)
Sektor
selbst
Tech-Stack
Immich (Foto-Cloud)Nextcloud (Datei-Cloud + Kalender + Kontakte)Matrix Synapse (Messenger)Postfix + Dovecot (eigener Mailserver auf Hetzner)Hetzner ServerDocker ComposeNginx + Let's Encryptrestic + Hetzner Storage Box (Backups)

Worum geht es?

Dieses Projekt ist kein Kunden-Auftrag — es ist mein persönlicher, im Alltag genutzter Cloud-Exit-Stack. Ich habe ihn gebaut, weil ich nicht mehr mit ansehen wollte, wie meine Daten als Trainings-Material und Werbe-Profil-Grundlage in US-Clouds landen. Heute ist es zugleich der Beweis-of-Concept, dass ich genau dasselbe für Sie aufsetzen kann.

Was ist im Stack drin?

DomäneCloud-Standard (raus)Souverän (rein)
Fotos & VideosGoogle Photos, iCloudImmich (Open Source)
Dateien & SyncDropbox, Google Drive, OneDriveNextcloud (Open Source)
Kalender, Kontakte, AufgabenGoogle Calendar, iCloudNextcloud (CalDAV/CardDAV)
MessengerWhatsApp, iMessage, TelegramMatrix (siehe Matrix-Case)
E-MailGmail, OutlookEigener Postfix/Dovecot auf Hetzner (alternativ: mailbox.org)
BackupTime Machine, OneDriverestic + Hetzner Storage Box
KI-ChatChatGPT, GeminiLlama 3.3 lokal (siehe KI-Seite)
Banking-AggregationFinanzguru, OutbankEigene PSD2-Lösung (siehe 3motiBot-Case)

Was kostet so ein Setup?

Zentraler Server: Hetzner CCX23 (4 dedizierte vCPU / 16 GB / 240 GB SSD) für ca. 25 €/Monat. Reicht bequem für Familie + 5-15 Personen mit allen oben genannten Diensten.

Zusätzliche Storage: Hetzner Storage Box 1 TB für ~4 €/Monat (Backups + Archiv-Fotos).

Software-Lizenzen: Open-Source — null laufende Lizenz-Kosten.

Domain + TLS: 10-15 €/Jahr Domain. TLS via Let’s Encrypt kostenlos.

Gesamt: ~30-40 €/Monat für einen Stack, der bei den US-Clouds schnell 50-200 €/Monat kostet (Google One Premium + WhatsApp-Business + Dropbox + iCloud zusammen).

Warum ich das überhaupt mache

Weil ich es absurd finde, mit welcher Selbstverständlichkeit personenbezogene Daten heute abgegeben werden — Geo-Locations, Beziehungs-Netze, Zahlungs-Verhalten, Foto-Inhalte, Kalender, ja sogar Schlafdaten. Diese Daten füttern zunehmend KI-Modelle. Und KI-Modelle treffen Entscheidungen über uns: Versicherungs-Tarife, Kredit-Scores, vielleicht morgen Job-Bewerbungen.

Wer heute Daten teilt, übergibt morgen Entscheidungs-Macht.

Das ist keine Verschwörungstheorie — das ist die aktuelle Branchen-Richtung. Lese dazu jeden zweiten Beitrag der BfDI oder des EDPB. Mein Ansatz: nicht mehr mit-machen, wo ich es verhindern kann. Und genau diese Lösungen anderen anbieten.

Was ich für Kunden anbiete

Siehe die dedizierte Leistung Cloud-Exit & Datensouveränität — drei Pakete, vom Foto-Server für Familien bis zum Komplett-Stack für Kanzleien.

Status

Selbst seit 2024 produktiv im täglichen Einsatz. Keine relevanten Ausfälle, keine Daten-Verluste. Wird kontinuierlich erweitert (Letzte Ergänzung: Audio-Bibliothek mit Audiobookshelf).

Lessons Learned (wichtig für Kunden-Projekte)

  • Einrichtung dauert 2-3 Tage für den Basis-Stack — der laufende Betrieb ist dann komfortabel.
  • Updates sind das einzige Risiko — deshalb Watchtower mit Auto-Restart und Health-Checks.
  • Familie/Mitarbeiter-Onboarding muss begleitet werden — sonst landen Fotos doch wieder in iCloud. Migrations-Anleitungen sind Teil meiner Leistung.
  • Backup ist nicht optional — restic mit täglichem Cron + monatlichem Test-Restore.

Ergebnisse

  • Vollständiger Ausstieg aus Google Photos, Drive, Gmail und WhatsApp im privaten Alltag
  • Eigener Foto-Server (Immich) mit Smart-Search ohne KI-Tracking
  • Eigener Drive (Nextcloud) mit Kalender-/Kontakte-Sync für Familie
  • Eigener Messenger (Matrix) mit Brücken zu noch nicht überzeugbaren Kontakten
  • Tägliche restic-Backups auf separater Hetzner Storage Box
  • Erfahrungswerte: Aufwand, Kosten, Stolperfallen — alles dokumentiert für Kunden